„…plötzlich gestorben“ – NS-Rassenhygiene 1933-45

Ausstellung in der Stadtbibliothek Erlangen vom 24.07.2014 – 20.08.2014

++++ Ausstellungstafeln online +++

Ausstellungsführungen: Dienstag, 05.08. und Montag, 18.08.14 jeweils um 16:30 Uhr – Treffpunkt im Eingangsfoyer der Stadtbibliothek.

Plakat AusstellungWährend des Nationalsozialismus wurden hunderttausende Menschen aufgrund von Behinderung, Krankheit aber auch sozialer Auffälligkeit ermordet oder zwangsweise sterilisiert. Traurige Berühmtheit erlangte in diesem Zusammenhang die „Aktion T4“ bei der zwischen 1940 und 1941 ca. 70.000 Menschen vergast wurden.Die Ausstellung beschäftigt sich mit den ideologischen Hintergründen, den Verbrechen der Nazis sowie der speziellen Situation in Erlangen, aber auch mit den Folgen für die Betroffenen und die TäterInnen.

AUSGRENZUNG – VERFOLGUNG – WIDERSTAND

Dokumentarfilme, die einen Blick in Köpfe, auf Zustände und auf das Besondere im Alltäglichen werfen

In der Filmreihe versammeln wir vier sehr unterschiedliche Dokumentarfilme zu den Themen Ausgrenzung, Verfolgung und Widerstand in der Zeit vom Faschismus bis heute. Wir haben dazu FilmemacherInnen und ExpertInnen eingeladen, um auch die Möglichkeit zum Gespräch zu bieten.

Mittwoch, 30.10.13 um 18:00 Uhr:
Die Geige aus Cervarolo

Doku Italien 2012, 75 Minuten

Die Geige aus Cervarolo handelt von einem Massaker an Zivilisten durch deutsche Truppen 1944 in einem italienischen Apenninen-Dorf. Und es ist die Geschichte der Geige des Musikers Virgilio Rovali aus Cervarolo – sein Sohn begibt sich auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit. Auch aufgrund seiner Recherchen wurden 2011 in Verona Angehörige der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“ als Kriegsverbrecher verurteilt. Ein früherer Angehöriger dieser Einheit lebt heute in Nürnberg. Der Film dokumentiert den Prozess aus Perspektive der Überlebenden und Angehörigen der Opfer und gibt ihnen eine Stimme.

Mit einer Einführung von www.resistenza.de und Infos zu aktuellen Entwicklungen im Prozess von Verona.

Alle Filme werden im Manhattan-Kino Erlangen, Güterhallenstraße 4 (Nähe Bahnhof) gezeigt. Der Eintritt beträgt 8,- € regulär / 6,-€ mittwochs (Kinotag)

Leider schon vorbei:
Mittwoch, 02.10.13 um 19:30 Uhr: Lucio (OmU)
Sendung von Radio Z zu Lucio Urtubia

lucio-robbern-webDoku Baskenland 2007, 93 Minuten

Sozialrebell, Bankräuber, Fälscher — Das Leben von Lucio Urtubia ist ein Spiegel der revolutionären Bewegungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Anarchist, geboren 1931 in einem Dorf in Navarra, flieht aus dem Spanien Francos und lebt unauffällig als Maurer in Paris. Doch er fälscht Dokumente, versteckt Untergrundkämpfer und überfällt Banken — er nennt es Enteignungsaktionen. Durch den Druck von Travellerschecks der Citibank im Wert von mehreren Millionen Dollar zwingt er 1980 die mächtigste Bank der Welt in die Knie: Trotz Lucios Verhaftung muss sie verhandeln. Lucio Urtubia unterstützt nicht nur den Widerstand gegen Franco, sondern auch Bewegungen wie die Black Panther in den USA, die Tupamaros in Uruguay und die Brigate Rosse in Italien. Nur wenige Monate seines Lebens verbringt Lucio Urtubia im Gefängnis. Mit über 70 Jahren bricht er sein Schweigen.
19:30 Uhr Veranstaltung mit Lucio Urtubia und seiner Übersetzerin Alix, im Anschluss ca. 21:00 Vorführung des Films ‚Lucio‘
Sendung von Radio Z zu Lucio Urtubia

Dienstag, 15.10.13 um 18:00 Uhr:
es kann legitim sein, was nicht legal ist
martin löwenberg – ein leben gegen faschismus, unterdrückung und krieg

Doku Deutschland 2011, 94 Minuten

Martin Löwenberg (86): Widerstandskämpfer und ehemaligen KZ-Häftling. Fast zwei Jahrzehnte begleiten die FilmemacherInnen ihn mit der Kamera bei seinem politischen Engagement. In der Verknüpfung mit aktuellen Interviews und historischem Bildmaterial aus Wroclaw (Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen und München wird diese subjektive Protestgeschichte zu einer filmischen Zeitreise über 86 Jahre. Martin Löwenbergs Reflexion von Geschichte lässt die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gegenwart präsent werden.

Mit den FilmemacherInnen Petra Gerschner und Michael Backmund

Dienstag, 22.10.13 um 18:00 Uhr: Revision

Doku Deutschland 2012, 106 Minuten

Am 29. Juni 1992 werden zwei Leichen auf einem Feld nahe der deutsch-polnischen Grenze gefunden. Bei den Toten handelt es sich um rumänische Staatsbürger. Offiziell heißt es, ein Jagdunfall sei schuld, die Jäger hätten die Menschen mit Wildschweinen verwechselt. Der Prozess endet mit einem Freispruch, welcher der Jäger die tödlichen Schüsse abfeuerte, kann nicht ermittelt werden. Die rumänischen Familienangehörigen erfuhren nicht, dass überhaupt ein Prozess stattgefunden hatte. In einer filmischen Revision werden die Umstände, die zum Tode der beiden Männer führten, rekonstruiert.

Mit Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat