Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Ausstellung und Veranstaltungsreihe in der Stadtbibliothek Erlangen vom 13.9. bis 30.10.2012

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben. Weite Teile der Dritten Welt dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück.

Doch so gravierend die Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt auch waren, in der hiesigen Geschichtsschreibung kommen sie nicht vor.

Weiterlesen

Neoliberale Krisenbewältigung und soziale Kämpfe in Portugal

Mittwoch 14.3. 20.00 Uhr im IG-Metallsaal (Friedrichstr.7) Erlangen

Plakat Krise in Protugal

Die politische Entwicklung in Portugal bleibt unübersichtlich und widersprüchlich: Nachdem im März 2011 Massenproteste gegen die Spar- und Kürzungsprogramme zum Sturz der portugiesischen Regierung beitrugen, hat der Wahlsieg der Konservativen bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Juni 2011 die Fortführung und Verschärfung der neoliberalen Politik vorerst gesichert. Einerseits deuteten Massenproteste darauf hin, dass ein wachsender Anteil der portugiesischen Bevölkerung die schweigende Unzufriedenheit überwunden hatte und bereit war, gegen die neoliberale Regierungspolitik auf die Straße zu gehen. Andererseits haben die WählerInnen wenige Monate danach der Partei zur Macht verholfen, die diese Politik unterstützt hat und bereits vor der Wahl angekündigt hatte, die noch schärferen EU/IWF-Pläne umzusetzen.

Weiterlesen